Zahnarztpraxis Müden

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INHALT

VORWÄRTS

Schöne Zähne sind "cool", kaputte Zähne sind "out":

deshalb --- Prophylaxe für Kinder

Foto Rena

Wie entsteht denn eigentlich ein "Loch" im Zahn?

Vorsorgeprogramm für Kids in der Zahnarztpraxis

Die Kauflächen kann man versiegeln !

Tipps für "coole" Kids zum Zähneputzen

(Zahn-) Gesunde Ernährung (nicht nur für Kids)

Mit Fluorid den Zahnschmelz härten

...sooo ein Lächeln, wie das der 14-jährigen Rena......das ist schön, das ist "in"......das ist "echt cool", aber nur mit gesunden, sauberen Zähnen!

Man braucht doch nur in Fernsehen, Film, Musik-Szene und Werbung zu schauen: Schmutzige, kaputte, braune, häßliche Zähne haben (fast) immer nur die Bösen und die Blöden. Deshalb: "Tut was für Eure Beißerchen, Kids!" bzw. "Tun Sie was, liebe Eltern, damit die Zähne Ihrer Kinder von Anfang an gesund sind und gesund bleiben!" Dazu die folgenden Infos:

 

Wie entsteht denn eigentlich ein "Loch" im Zahn?
 

Bakterien + Zucker + entsprechend lange Einwirkzeit = LOCH (KARIES)

Zähne mit angefärbter Plaque

Nachlässige und falsche Zahnpflege sowie falsche Ernährung führen zur massenhaften Vermehrung von schädlichen Bakterien, es entstehen häßliche, klebrige, übelriechende Zahnbeläge ("Plaques", im Foto angefärbt).

Diese Bakterien brauchen Zucker als Nahrung: aus dem Zucker produzieren sie Säure, die den Zahnschmelz angreift und zerstört. Ist der Schutzmantel aus Zahnschmelz erstmal zerstört, dringen die Bakterien in den Zahn ein und zerstören ihn immer weiter, ein "Loch" entsteht (zunächst fast unmerklich) und wird immer tiefer!

Je öfter Zucker an die Zähne gelangt, desto mehr Säure und desto mehr KARIES entsteht, und desto besser können sich die schädlichen Bakterien vermehren.

Übrigens (und das ist für Eltern wichtig zu wissen): KARIES ist ansteckend! Die KARIES-erzeugenden Bakterien werden von Mutter/Vater auf die Kids übertragen. Ungepflegte, cariöse Zähne der Eltern führen häufig leider auch zu "schlechten Zähnen" bei den Kindern.

Was kann man denn nun zur Vorbeugung (Prophylaxe) gegen KARIES tun? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: die schädlichen Bakterien oft und gründlich entfernen (also: "...putzen...putzen...putzen...!") und sich (zahn-)gesund ernähren (also: "möglichst selten Süßes!").

Weitere Tipps und Informationen erhalten Sie - erhaltet Ihr - in den folgenden Abschnitten.

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Vorsorge für Kinder in der Zahnarztpraxis
Das Prophylaxe-Programm für Kinder und Jugendliche in der Zahnarztpraxis machen wir normalerweise 2mal pro Jahr.

Eine von unseren netten jungen Damen färbt zunächst mit einer (bei den Kids "allseits beliebten") lila Färbelösung die Bakterienbeläge an, um den Plaque-Index (API) zu erheben und um den Kindern hinterher diese Bakterien-Übeltäter zu zeigen.

Dann gibt´s einige Informationen zur richtigen Zahnpflege, denn saubere und schön gesunde Zähne sind schließlich "cool"!

Anschließend reinigt unsere nette junge Dame gründlich alle Zahnflächen mit Bürstchen und Paste (und ev. noch anderen Hilfsmitteln).

Zum Schluß erfolgt eine Fluoridierung der frisch gereinigten Zahnflächen mit einem Fluorid-Lack, denn dann ist die Wirkung des Fluorids besonders intensiv.

Bei KARIES-anfälligen Kindern sollte das Prophylaxeprogramm häufiger durchgeführt werden, möglichst 4mal pro Jahr. Von den gesetzlichen Krankenkassen werden die Kosten für diese zusätzlichen Prophylaxesitzungen allerdings nicht übernommen. Nähere Informationen zu den Kosten erhalten Sie in der Praxis.

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Die Kauflächen versiegeln: Fissuren-Versiegelung

Versiegelter Zahn

Backenzähne sind durch ihre tiefen Furchen und Grübchen ("Fissuren") auf der Kaufläche oftmals besonders anfällig für CARIES. Ein Schutzlack ("Fissuren-Versiegelung") kann diese tiefen Furchen "versiegeln" und dadurch wirkungsvoll schützen.

Der zu versiegelnde Zahn wird gereinigt und getrocknet, anschließend wird der Versiegelungslack aufgetragen und mit Speziallicht ausgehärtet. Das ganze ist übrigens völlig schmerzfrei.

Zahnquerschnitt

Zahn mit Versiegelung schematisch

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Tipps für Kinder zum Zähneputzen

Vom ersten Zahn an Zähneputzen (zunächst die Eltern!) mit der Zahnbürste und einer erbsgroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (siehe auch Tipps zur Fluoridierung). Zunächst 1mal täglich, ab dem 2.Geburtstag dann 2mal täglich, morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.

Bei kleineren Kindern müssen die Eltern abends nachputzen und sollten selber Vorbild sein!

Schulkinder müssen 2mal am Tag gründlich und systematisch (alle Zähne!! - alle Zahnflächen!!) mit fluoridhaltiger Erwachsenenzahnpasta putzen. Elektrische Zahnbürsten sind viel gründlicher und viel einfacher zu benutzen als Handzahnbürsten und bringen bei "Null-Bock" sogar noch etwas Technik-Spaß in die Sache. Wir empfehlen die "Braun Oral-B Plak Control 3D" o.ä.

Größere Kids / Teens möchten wir auch auf unsere Tipps zur Zahnpflege für Erwachsene auf unserer Seite Prophy von Profis verweisen

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(Zahn-) Gesunde Ernährung
...das bedeutet: möglichst selten Süßes (und möglichst wenig Fett)! Denn: fett sein und schlechte Zähne haben, das ist "mega-out"!

Nicht die Menge des Zuckers ist entscheidend, sondern wie oft er an die Zähne herankommt. Deshalb lieber ab und zu etwas größere Mengen an Süßigkeiten futtern (und danach gleich die Zähne putzen ) als häufige kleine süße Portionen.

Keine süßen Zwischenmahlzeiten, wenn danach die Zähne nicht geputzt werden können!

Sich nicht von der Werbung verführen lassen: Milchschnitte, Nutella, Kinderschokolade sowie Riegel wie Mars, Snickers, Milky Way, Ballisto, Rider u.ä. sind Gift für die Zähne und auch sonst fette Kunstprodukte, die kaum zu einer bewußten und gesunden Ernährung passen (und auch nicht zu den durchtrainierten und zahngesunden Modells in der Werbung für diese und ähnliche Produkte) .

Besser und gesünder sind Obst, Wurst- oder Käsestulle, mal´n Brötchen oder ´ne Brezel (da gibt´s sooo viel Auswahl), Möhren, Nüsse, Salat, ... der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Keine stark gesüßten und gleichzeitig sauer-aggressiven Getränke wie Cola, Fanta, Sprite, Sunkist usw. Die "zerfressen" bei häufige Genuß förmlich den Zahnschmelz und sind auch noch ungesunde Kalorienbomben!

Statt dessen lieber Wasser, Mineralwasser, Milch, ungesüßte Säfte (ggf. mit Wasser verdünnt), Tee, Milch. Das ist alles viel gesünder (nicht nur für die Zähne) und auch noch gut für die schlanke Linie.

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Mit Fluorid den Zahnschmelz härten
 

Fluoride machen den Zahnschmelz widerstandsfähiger und bieten dadurch einen zusätzlichen CARIES-Schutz (das ist aktueller Stand von Wissenschaft und Schulmedizin). Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse soll der lokalen Anwendung (direkt auf den Zahn) Vorrang vor der Tabletten-Fluoridierung gegeben werden. Hier nun in zusammengefaßter Form, und, wie wir denken, einigermaßen verständlich, die aktuellen Rechtlinien der DGZMK (der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde):

vor dem Durchbruch der ersten Milchzähne: keine Fluoridierung erforderlich

mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne: 1x täglich mit einer erbsgroßen Menge fluoridhaltiger KINDER-Zahnpasta putzen (Eltern!)

ab dem 2.Geburtstag: 2x täglich mit einer erbsgroßen Menge fluoridhaltiger KINDER-Zahnpasta putzen, plus Verwendung von fluoridiertem Speisesalz

ab dem 6. Geburtstag: 2x täglich mit einer erbsgroßen Menge fluoridhaltiger ERWACHSENEN-Zahnpasta putzen, plus Verwendung von fluoridiertem Speisesalz

bei KARIES-Risiko zusätzlich (ab 6.Geb.): 1 bis 2mal wöchentlich Fluorid-Gel (z.B. Elmex-Gelee) verwenden (das empfehlen wir in der Regel immer!)

bei hohem CARIES-Risiko dazu zusätzlich (ab 6): regelmäßige "Kuren" mit Bakterien-reduzierender Spüllösung (z.B. "Corsodyl") plus zusätzliche Prophylaxe-Sitzungen mit professioneller Zahnreinigung (s.o.)

Tablettenfluoridierung ist nur noch "2.Wahl": nur, wenn keine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird (oder wenn Zähneputzen bei kleinen Kindern unmöglich ist) und wenn kein fluoridiertes Speisesalz verwendet wird

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Diese Zahnarztpraxis-Müden-Homepage wurde erstellt von Dr.Bernd Behnke